AT
/
pfeil-rechts
MENSTRUATIONSFLÜSSIGKEIT

Die Menstruationsflüssigkeit (lat. menstrua = monatliche Opfer) besteht aus abgestoßener Gebärmutterschleimhaut, Blut und Vaginalsekret[1] Die verlorene Gesamtmenge beträgt zwischen 35-150 ml [2] [3] [4] und scheint in Zusammenhang zur Konstitution der Frau, dem Ausmaß an Sport, Ernährung sowie Körpergewicht zusammenzuhängen. Nach der Schwangerschaft fallen die ersten Regelblutungen meist verstärkt aus. [5] [6]

Die Flüssigkeit kann eine hellrote bis dunkelbraune Farbe annehmen sowie von dünner oder dickflüssiger Konsistenz sein. [1] Es können auch kleine Stückchen, die Blutgerinnseln ähneln, enthalten sein. [7] [8] Wenn Menstruationsflüssigkeit trocknet, kann sie einen intensiven Geruch abgeben. [9]

Mythen
Um die Menstruationsflüssigkeit ranken sich zahllose Mythen und Tabus, ebenso wie um den Vorgang der Menstruation. [GESCHICHTE DER MENSTRUATION] So galt der Kontakt von Menstrualflüssigkeit mit jeder Form von Lebensmittel in früheren Generationen als höchst gefährlich, da Lebensmittel verderben würden. Laut Isidor von Sevilla (Enzyklopädiker, 560–636) würden Hunde, die davon essen, die Tollwut bekommen. [10]

Da in früheren Zeiten meist gesundheitsschädliche hygienische Milieus existierten, und Blut seit jeher als Überträger von Krankheit galt, mögen manchen Tabus nachvollziehbar sein, etwa das Verbot für Frauen, am Weintreten teilzunehmen. Dabei ist Menstruationsblut weder schädlich noch giftig und kann, in der Abwesenheit von Infektionskrankheiten, gefahrlos begriffen, beschnuppert oder gekostet werden. [8] [10] [11]