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BRUSTPLASTIK

Eingriffe an der weiblichen wie männlichen Brust können aus vielfältigen Gründen durchgeführt werden. Man unterscheidet zwischen Operationen aus medizinischen Gründen, wie etwa im Rahmen einer Brustkrebsbehandlung, oder Operationen aus ästhetischen Günden. [1]

Medizinische Indikationen
Das Brustgewebe hat, vor allem bei Frauen, eine hohe Anfälligkeit für die Entwicklung von Krebs. Diese Gewebsveränderungen können schon in frühen Stadien selbst ertastet werden, zusätzlich sollte im Rahmen einer gynäkologischen Routineuntersuchung stets eine Palpation (medizinische Untersuchung durch Betasten) der Brust durchgeführt werden – je früher ein Brustkrebs erkannt wird, umso mehr steigen die Heilungschancen. [1] [2]

Werden bei der Routineuntersuchung eindeutige Knoten im Brustbereich festgestellt, wird mittels einer Biopsie Gewebe aus der Brust entnommen um diese im Labor zu untersuchen. Durch eine Mammographie (Verfahren der Radiologie) erhält die Ärztin oder der Arzt weitere Informationen für die Diagnoseerstellung. Im Anfangsstadium einer Brustkrebserkrankung versucht man heutzutage eine brusterhaltende Operation (BET) durchzuführen. Ein Brustaufbau als rekonstruktive Methode nach einem überstandenen Krebs kann schöne Ergebnisse liefern, und Frauen wieder mehr Lebensfreude verschaffen. In späten Krebsstadien kann eine Entfernung von Brustgewebe notwendig sein. [1] [2]

Schönheitschirurgie
Die plastische Chirurgie kennt vielfältige Möglichkeiten, das Brustgewebe nach individuellen Wünschen zu formen. Brüste können gestrafft, aufgepolstert oder verkleinert werden. Für eine Brustaugmentation (Vergrößerung der Brust) wird ein Kissen mit Silikongel oder Kochsalzlösung in die Brust eingesetzt. Eine Alternative stellt aber auch die Eigenfetttransplantation dar. Brustvergrößerungen werden auch im Rahmen einer geschlechtsangleichenden Operation durchgeführt. [3] [GESCHLECHTSANGLEICHUNG]
Die Kosten für eine Brustplastik liegen zwischen 4.000 bis 7.000 Euro. [4]

Risiken & Nebenwirkungen
Jeder Eingriff am menschlichen Körper birgt ein gewisses Risiko. Operationen an der weiblichen Brust zählen zu den standardisierten Eingriffen der modernen Medizin, dennoch können Blutungen, Wundheilungsstörungen und Infektionen auftreten. [1] [4]

Bei dem Einsatz von Implantaten ist die häufigste Komplikation eine Kapselfibrose. Da das Implantat aus körperfremdem Material besteht, umhüllt der Körper das Implantat mit Bindegewebe. Dieses kann sich verdicken und verhärten, in Folge kann es zu einer Verlagerung des Implantats, Brustschmerzen sowie Verformung der Brust kommen. Etwa 15 % der Frauen haben nach etwa 10 Jahren eine stärkere Kapselfibrose. Durch die Entwicklung besserer Materialien sowie moderner Operationstechniken werden diese Komplikation glücklicherweise weniger. [4]

Nach einer Brustplastik, besonders bei der Verwendung eines Implantats ist eine jährliche Nachuntersuchung notwendig. Sollte eine Veränderung an Form oder Konsistenz festgestellt werden, wird ein umgehender Arztbesuch empfohlen. [4]